Irren ist menschlich

Katja erzählt – Irren ist menschlich oder ich wollte nicht mehr das Gefühl haben etwas verbergen zu müssen

Lesezeit ca. 3 – 4 Minuten

Irren ist menschlich …

Je mehr ich mich damit beschäftige, was ich hier auf meinem Blog veröffentliche, umso stärker wird dieses Gefühl in mir, wie schön es ist offen mit dem umzugehen was ich bin und vor allem auch was war. Ich möchte nichts mehr verbergen, auch wenn, wie ich es ja schon verschiedentlich hier geschrieben habe, es mir peinlich war, dass ich so lange dieser Ideologie folgte.

Zwanzig Jahre meines Lebens verbrachte ich mit viel ehrenamtlicher Arbeit in der Gemeinschaft und beschäftigte mich mit Glaubensinhalten. Viel Zeit, die ich auch gut ganz anders hätte verbringen können.

Ja klar, keiner weiß wie es anders gewesen wäre. Das ist auch gut so, dass hilft mir mich mit meinen verirrten Jahren zu versöhnen. Da ich mich damals so sehr vertan hatte, hätte es gut sein können, dass ich vielleicht einem noch schlimmeren Irrtum aufgesessen wäre. Diese Gedanken helfen mir damit klar zu kommen und können auch dir dabei helfen dich mit der Vergangenheit zu versöhnen, falls nötig, denn diese Versöhnung ist sehr wichtig für unser Jetzt.

Ich hätte mich aber auch zum Beispiel mit vielen Interessanten Dingen beschäftigen können und hätte nun mehr Wissen in mir um mit anderen Menschen interessante Gespräche führen zu können.

Das „Problem“ gefühlt keinen Gesprächsstoff zu haben, welches nun der Vergangenheit angehört, löste ich auf eine für mich erfüllende Art. Ich spreche übers Leben und darüber wie Menschen es erfahren und erleben. Da ergeben sich oft besonders interessante Gespräche.

Offenheit ist so befreiend.

Schon immer war es mir am liebsten nicht um den heißen Brei herum zu reden, das macht so manches viel einfacher. Ich fand es zwar im ersten Moment etwas anstrengend Fehler zuzugeben doch auch das hat sich für mich immer wieder als die bessere Wahl herausgestellt. Dann, wenn ich offen dazu stand was ich verbockt hatte.

Nur mit meiner Vergangenheit in der Freikirche wollte ich so manches mal nicht so ganz herausrücken. Ich hatte das Gefühl, dass mich die Menschen für nicht zurechnungsfähig halten würden. Ich hatte für mein Empfinden einen großen Fehler gemacht und mein Leben vergeudet. Zumindest in der Hinsicht wofür ich in dieser Zeit außerhalb meiner Familie meine Zeit und meine Kraft einsetzte.

Wie wichtig ist dir was die Anderen von dir denken?Die besten Jahre verschenkt.

Es ist nicht wirklich in Worte zu fassen, wie sehr diese Erkenntnis an mir genagt hat, dass ich die besten Jahre meines Lebens verschenkte und so manches Mal kommt es immer noch hoch.

Da ich mich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftige, lerne ich natürlicher Weise immer mehr dazu, was mich weiterbringt. Wie oft schießt der Gedanke durch meinen Kopf, hätte ich das doch nur früher gewusst!! Wo könnte ich heute sein!!

Naja, auch das gestehe ich ganz offen.

Umso größer wird jeden Tag der Wunsch meine Erkenntnisse, Wissen und Motivation an Menschen weiter zu geben, die nach Orientierung suchen. Sich entwickeln möchten, oder eine Veränderung anstreben, die vieles in ihrem Leben auf den Kopf stellt.

So wie es bei mir war.

Für einen Neuanfang ist es nie zu spät und das was war, gehört einfach dazu. Kann sogar zum guten Boden für neues Wachstum werden.

Es gehört schon Mut dazu die Irrtümer des Lebens zuzugeben.

Zunächst ist ja, wie ich schon beschrieben habe, der Gedanke da, was wohl das Umfeld über dich denkt. Aber genau da beginnt auch die Stärke, nämlich zu üben mit dem was mir so verbergenswert vorkommt nach Außen zu gehen und dazu zu stehen. Es fühlt sich mit jedem Mal ein wenig besser an und irgendwann stellt sich der Stolz darüber ein, dass du dein Leben wieder in die richtige Bahn gebracht hast.

Ich als offener Mensch, der gerne im Kontakt mit anderen Menschen ist, mochte es gar nicht eine Zeit in meinem Leben zu haben über die ich herumdrucksen musste.

Es fühlt sich gut an und wenn du offen sprichst wirst du merken, es gibt unter jedem „Dach ein Ach“

„Lange wurde ich von Unsicherheit begleitet.“ Ein Text über mein überwiegendes Gefühl nach dem Ausstieg aus einerParallelwelt.

Deine

 

 

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