Wuerde,Wut,Aggression,Verletzung

Verletzung, Aggression, Wut und was haben sie mit Deiner Würde zutun?

Was macht Dich wütend?

Gibt es konkrete Situationen oder Begegnungen mit Menschen die einen bestimmten Status haben, die in Dir etwas an triggern?

Wie fühlst Du Dich dann? Ausgeliefert?

Was möchtest Du am liebsten tun, um diesem Menschen zu zeigen, was es mit Dir macht?

Würde, Wut, Verletzung, Aggression

Hast Du das Gefühl, dass der Andere sich Dir gegenüber anders verhalten muss? Wie reagierst Du auf diesen Menschen?

Übst Du Rache.

Versuchst Du ihm die gleiche Schmach zukommen zulassen, indem Du ihn für inkompetent erklärst? Oder macht es Dich unsicher und Du bekommst kein Wort heraus?

Hast Du schon einmal überlegt, dass Du durch Dein Verhalten diese Situation für Dich zum Besseren wenden kannst? So, dass Du mit einem Gefühl der Zufriedenheit über Dich selbst aus der Begegnung herausgehen kannst?

Begegnen Dir diese Situationen immer wieder? Ja?

Das ist gut, so kannst Du Dich Schritt für Schritt darin üben Dein Verhalten zu verändern und dies verfeinern.

Mir ist gerade gestern mein ehemaliger Chef begegnet. Es gab Zeiten, da wurde ich durch diese Begegnung sehr unsicher und habe gezittert, da ich an dieser Arbeitsstelle ein ausgeprägtes Mobbing erfahren hatte und in meiner persönlichen labilen Situation damit völlig überfordert war. Ich wurde von ihm aus dem Arbeitsverhältnis entlassen. Ob meine Unsicherheit bei unseren Begegnungen sichtbar oder nur in meinem Inneren war, weiß ich nicht mehr.

Es war kein schönes und sehr stark drängendes Gefühl, die Flucht zu ergreifen.

Für mich war wichtig, ich wollte dieses Erlebnis, welches ich mit dieser Arbeit hatte, nicht als schlechte Erfahrung abspeichern und für immer in mir tragen. Ich wollte mich daraus selbst formen und lernen, um auch in Zukunft für solche Erlebnissen gefeit zu sein.

Reiche der Angst die Hand und es grüßt Dich die Würde.

So bin ich jedes Mal, wenn ich ihn sah, auf ihn zu gegangen und habe ihn begrüßt. Mit einem festen Händedruck. Ich fühlte mich dabei nicht sehr souverän. Hinterher hatte ich, wenn ich über mich nachdachte, nicht das Gefühl besonders selbstbestimmt gehandelt zu haben. Ich habe mir immer wieder klar gemacht, dass es viele Menschen gibt, die dieser Situation einfach aus dem Weg gegangen wären.

So war ich zumindest schon einmal stolz darauf, dass ich mich der Sache gestellt hatte.

Bei den Treffen änderte sich meine Selbstwahrnehmung zunehmend. Vorher habe ich mich immer etwas mehr darauf eingestellt, wie ich mich fühlen und verhalten möchte. Mein Verhalten war meist nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. Doch es wurde immer ein bisschen besser.

Die Begegnung gestern hat mir nun gezeigt, dass ich die Sache überwunden habe. Ich fühle mich auf Augenhöhe. Da wollte ich hin.

Klar, ich war auch dieses Mal nicht ganz zufrieden mit meinem Verhalten. Bei der Analyse, konnte ich sehen, dass ich überlegt und gezielt gehandelt hatte. Wohl bei den meisten Menschen ist es so, dass ihnen hinterher gute Strategien einfallen. So auch bei mir. Ich weiß schon jetzt, wie ich mich beim nächsten Mal noch mehr zu meiner Zufriedenheit verhalten werde.

Es ist mir eine Freude dem Menschen, von dem ich mich so entwürdigt gefühlt hatte, mit Würde zu begegnen.

Ich wünsche Dir Inspiration zur Veränderung.

Deine

 

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