Ist das alles noch normal? Was ist normal?

Gefühle sind keine Krankheit,

meint Dr. med Christian Peter Dogs und ich auch. Wer weiß, wer noch so denkt. Vielleicht du lieber Leser, nach dem Lesen dieses Textes.

Klar, wenn es einem Menschen so richtig schlecht geht, wird er unsicher. Woran liegt das? Es macht Sinn, sich im Fall großer Verwirrtheit und Irritation diese Frage zu stellen!

Aufklärung

Die Person ist versucht, bei Fachleuten nachzufragen. Möglicherweise wünscht er sich einmal beim Psychologen zu sitzen um herauszufinden was los ist. Oder ist es so, dass wir wissen wollen, ob der Spezialist für Lebensfragen uns für normal hält. Der Psychologe. Eigentlich wollen wir alle individuell agieren. Uns abheben und doch wollen wir der Norm entsprechen. Mit unserm Sein und Verhalten. Der Norm heißt in diesem Fall, dass wir alles im Griff haben wollen. Denn das scheint normal zu sein. Die Anderen schaffen es doch auch. Es gibt uns Sicherheit, ein Gefühl der Überlegenheit, wenn alles glatt läuft.

Panikattacken, was nun?

Mir hat jemand erzählt, der die Diagnose Panikattacken hatte, dass ihm der Psychologe bei jeder Sitzung sagte, sie sind stark. Sie schaffen das. Sie brauchen nicht so oft kommen. Diese Person hat sich über den Rat des Psychologen entrüstet. Über lange Zeit häufig wiederkehrende Attacken brachten schließlich sein Leben vollkommen durcheinander. Er fühlte sich nicht ernst genommen. Wollte gerne öfter im Sprechzimmer sitzen und analysieren, verstehen und diese Gefühle abschalten. Erst eine ganze Weile später begriff er, der Arzt hätte nichts Besseres tun können. Denn auf sich selbst wieder zurückgeworfen, fand er heraus, das stimmte, was der Psychologe sagte. Er war tatsächlich stark genug und ist es noch.

 

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Er suchte nach Lösungen.

Da er die Diagnose der Stärke hatte, begann er sich den Dingen zu stellen. Beschaffte sich Literatur und fand heraus, dass er an den Symptomen der Panikattacken nicht sterben würde. Dass sein Nervensystem überfordert war, und zwar durch sein eigenes Verhalten. Er begriff, wenn er sich in die Situation hineinmanövriert hatte, konnte er auch wieder herauskommen. So begann er nach und nach seine Lebensumstände zu ändern.

Beim letzten großen Schritt, der Veränderung in sein Leben brachte, verschwanden die Attacken für immer.

Neue Gefühle tauchten auf.

Die ebenfalls nicht immer angenehm waren. Doch hatte er sich durch seine Auseinandersetzung mit sich selbst und den Symptomen herausgefunden, welches Verhalten und Denken ihm helfen konnten.

Das Motto wurde die Flucht nach vorne.

Es ist oft eine Entscheidung, wie wir mit Gefühlen umgehen. Geben wir uns hin, beginnen zu jammern und fühlen uns krank, werden die Ergebnisse in unserer Biografie entsprechend sein. Wir liefern uns selbst den Grund für ein jämmerliches Leben.

Betrachte das Gefühl.

Das Gefühl teilt uns etwas mit. Wenn es negativ ist, stimmt irgendetwas nicht. Eigentlich so selbstverständlich, dass es nicht erwähnt werden müsste. Doch müssen wir darüber nachdenken, da wir diese negativen Gefühle am liebsten wegtherapieren möchten. Vielleicht sogar noch durch Medikamente. Mittel, die den inneren Aufruhr runter regeln. Die helfen, damit wir uns wieder normal fühlen.

Zitat

Und heute? Da komme ich zu dem Ergebnis, dass viele Menschen gar nicht wüssten, dass sie psychisch krank sind, wenn wir Therapeuten es ihnen nicht immer wieder einreden würden. Es ist ein Phänomen unserer Zeit, jedes von der sogenannten Normalität abweichende Gefühl als Krankheit zu bezeichnen. Doch wenn man Menschen, die außergewöhnlich sind und auffallen, für gestört hält, ist die Gefahr groß, dass irgendwann all die Originale verschwinden, die unserer Gesellschaft die Farbe geben.

Dr. med. C.P. Dogs Gefühle sind keine Krankheit. Seite 11

Kennst du das Gefühl, etwas geschafft zu haben?

Hast du dich einmal einer Herausforderung gestellt, von der du dachtest, du schaffst es nicht? Vielleicht über eine Hängebrücke zu gehen, trotz Höhenangst. Oder Ähnliches. Wenn du schon länger Probleme hast, kennst du sicher einige Beispiele.

Gefühle sind keine Krankheit

Sei du!

Ich gebe zu, es ist eine Herausforderung. In unserer Zeit vielleicht mehr denn je. Aus allen Ecken schreien die Medien und oft auch das Umfeld mit Tipps, wie wir kaschieren können, was stört.

Minenfeld Emotionen

Doch gibt es für einen endgültigen Sieg keinen anderen Weg, als mitten durch das Minenfeld der Emotionen hindurchzugehen. Wohlbemerkt dann, wenn alles in einem nicht krankhaften Bereich liegt. Ich will hier nicht dazu appellieren, Ärzte zu ignorieren. Jedoch aufrufen, den eigenen Anteil an der Verbesserung unseres Zustandes ins Bewusstsein zu holen.

Zitat

Die meisten Menschen scheiben chronische Konflikte vor sich her, setzen sich nicht mit ihnen auseinander und sind deshalb unfähig, etwas ab ihrer Situation zu verändern. Das liegt daran, dass wir von Natur aus feige und bequem sind und lieber in die Vermeidung gehen, als mutig das anzupacken, was uns Angst macht. „Leiden ist leichter als Handeln“, ist eine frustrierende Erkenntnis aus jahrelanger Arbeit in der Psychosomatik. In unserem Fachbereich erleben wir immer wieder, dass Menschen in die Krankheit ausweichen, um sich bestimmten Angst- oder Konfliktsituationen nicht stellen zu müssen. Mit meinen Angstpatienten habe ich beachtliche Fortschritte erzielt, wenn sie diesen Mechanismus verstanden haben und dann bereit waren, etwas zu unternehmen, was ihnen zunächst natürlich höchst unangenehm war. Wenn wir dann gemeinsam in der Gondel auf den Hochgrat geschaukelt sind, passierte immer wieder, dass jemand in Ohnmacht fiel. Insbesondere, wenn sich die Gondel einmal nicht mehr weiterbewegte, was ja öfter vorkommt, und wir mehrere Minuten über dem Abgrund hingen. Die Patienten wussten, dass sie von einem Fachmann begleitet wurden, der ihnen im Notfall zur Seite stand. Und ausnahmslos alle waren wahnsinnig stolz auf sich selbst, wenn sie oben auf der Aussichtsplattform standen. Sie hatten endlich die Angst überwunden, die sie daran hinderte, an vielen interessanten Unternehmungen teilzunehmen. Das war der Durchbruch.

Der wesentliche Schritt hatte darin bestanden, zu spüren, dass die Symptome ihre Macht verloren hatten.

Dr. med. Dogs Gefühle sind keine Krankheit. Seite 88 unten bis 89

Ich habe niedergeschlagene Menschen gesehen.

Ich habe Menschen gesehen, die mir völlig niedergeschlagen ihre Geschichte erzählten, von Bandscheibenvorfall und abgebrochener Umschulung wegen Krankheit. Ein Leben, dem plötzlich die Perspektive fehlte. Ein Kerl, 1,85 Meter breite Schultern wirkte wie ein Häufchen Elend.

Fokus

Nach nur einem Gespräch, welches den Fokus darauflegte, was wir alle selbst schaffen können, entstanden die Ideen was zu tun wäre.
Als ich den Mann nach wenigen Wochen wieder sah, war er wie ausgewechselt. Er hatte sich selbst auf den Weg gemacht. Eine Möglichkeit gefunden, mit der er sein Lebensunterhalt bestreiten konnte und aus eigener Kraft in das Berufsleben zurückgefunden.

Genugtuung

Es ist nicht zu unterschätzen, welche Genugtuung in der Bewältigung der symptomatischen inneren Hürden besteht. Die Auswirkungen auf das eigene Leben und das eben lebenslang sind von unschätzbarem Wert.

Möchtest du herausfinden, wo deine Ressourcen und deine Stärke liegen, die dir Helfen mit den Gefühlen umzugehen und herauszufinden, warum sie da sind, melde dich für ein kostenloses Erstgespräch.

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